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DIE LINKE wehrt sich gegen unbestätigte Pläne des EVS, die Abfallgebühren zu erhöhen PDF Drucken E-Mail
Die Fraktion DIE LINKE im Gemeinderat Quierschied macht mobil gegen eine anscheinend geplante Gebührenerhöhung des EVS. Voraussichtlich im September sollen die Bürgermeister des Verbandes über das neue Gebührensystem entscheiden. Quierschied hat sich anders als viele Gemeinden gegen ein Verwiegesystem entschieden. Gespart werden soll über weniger Leerungen. „ An sich eine gute Idee“,  meint der Sprecher der Fraktion Max Detemple. Aber der Teufel bzw. in diesem Fall die Gebührenerhöhung steckt im Detail. Laut Detemple scheint es so zu sein, dass der EVS auf diesem Weg versucht, eine erhebliche Gebührenerhöhung durchzusetzen. Detemple selbst  nutzt  wie viele seiner Nachbarn ein 120 Liter Abfallgefäß mit einem 14 tägigen Leerungsinterwall. Eine Reduzierung ist unrealistisch, schließlich habe er sich ja bewusst für diese Lösung entschieden. Er zahlt aktuell 179,04 € per anno.  Auf eine Nachfrage beim EVS erhielt er ungenaue Aussagen. U.a., dass ein pauschaler Leerungszyklus mit 12 Leerungen pro Jahr geplant sei. Dieser werde mit einer festen Gebühr bezahlt. Für jede zusätzliche Leerung wird dann eine Zusatzgebühr erhoben. Für die Bürger bedeutet dies Verschlechterung, wenn zukünftig statt 27 Leerungen pro Jahr weniger als die Hälfte an die Basisgebühr gekoppelt wird und der Bürger mehr als die jetzt gezahlten 179,04 € zahlen soll.  Eine Erhöhung von 15 bis 20 Prozent wird nach unbestätigten Informationen angestrebt. Dies wäre nach Meinung der Fraktionsmitglieder vollkommen unangemessen. „Verunsicherte Bürger“, so der Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE Mario Kläs , „haben sich seit dem Austausch der Tonnen schon mehrfach an uns gewandt mit der Frage ob jetzt wieder alles teurer wird“.  Der Senior der Gemeinderatsfraktion Willi Conrad  beschwert sich, dass damit mal wieder die Rentner und Ärmeren in der Bevölkerung besonders getroffen werden. DIE LINKE will sich auf jeden Fall gegen eine Gebührenerhöhung wehren und hofft, dass auch die anderen Fraktionen mobil machen und dem EVS seine Grenzen aufzeigen.
 

Oskar Lafontaine




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